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Die Thematik der Messenger-Dienste stellt Schulen vor verschiedene Herausforderungen und wirft eine Reihe von Fragen auf. So löst oft die Diskussion über den Einsatz von Messenger-Diensten auch konzeptionelle Überlegungen aus, wie die Kommunikation in Schulen als Ganzes organisiert werden soll. Sind beispielsweise Messenger-Dienste geeignete Instrumente für die Kommunikation zwischen Schulen, Lehrpersonen und Lernenden?

Konzeptionelle Hinweise auf solche Fragen kann z. B. dem Merkblatt des Departements Schule und Sport der Stadt Winterthur entnommen werden: Merkblatt «Digitale Kommunikation»

Datenschutz

In Bezug auf Art und Umfang der Datensammlung von WhatsApp bestehen sowohl seitens der kantonalen Datenschützer als auch der Lehrerverbände Bedenken. Diese betreffen insbesondere die Tatsache, dass WhatsApp Zugriff auf die gesamten Kontaktdaten des Mobiltelefon-Adressbuches erhält, und diese Informationen in den USA speichert, verarbeitet und auch an den Mutterkonzern Facebook weitergibt. Dies würde zumindest aus datenschutzrechtlicher Sicht eine explizite Zustimmung aller betroffenen Kontaktpersonen erfordern. Zudem ist die Einführung von Werbung für den Messenger-Dienst geplant.

Mindestalter und elterliche Einwilligung

Viele populäre Diensten haben aufgrund der DSGVO in ihren Nutzungsbedingungen das Mindestalter auf 16 Jahren erhöht. Dabei ist es nach Schweizer Recht kein Straftatbestand, wenn bei der Bestätigung des Mindestalters für die Nutzung von Diensten geschummelt wird. Da es sich nicht um einen Vertrag handelt – und sofern der Dienst kostenlos ist – geht das Schweizer Recht von einer stillschweigenden Duldung seitens der Eltern aus, wenn der Dienst von einem Kind unterhalb der Altersbeschränkung trotzdem genutzt wird.

Bei der Nutzung von Diensten in der Schule, empfiehlt es sich eine vorgängige schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten einzuholen. Werden die Dienste von den Lehrpersonen zudem für schulische Zwecke eingesetzt, sind diese aus Sicht des Datenschutzes verantwortlich und müssen die entsprechende Datenschutzbestimmungen einhalten.

Rahmenbedingungen in den Kantonen

Kantone und Erziehungsdepartemente haben unterschiedlich auf die Bedenken zu WhatsApp und Co. reagiert. Während einige die Nutzung von WhatsApp für die Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrpersonen untersagen oder von dieser Nutzung abraten, halten andere Kantone die Nutzung im schulischen Kontext unter bestimmten Bedingungen weiter für möglich.

Übersicht über die Rahmenbedingungen in den Kantonen

Vergleich von Messenger-Diensten

Der Markt entwickelt sich sehr dynamisch und das Angebot potentieller Alternativen wächst stetig. Neben reinen Messenger-Diensten sind auch um bildungsspezifische Funktionen erweiterte Angebote verfügbar. Die nachstehende Angebotsübersicht soll Orientierung für Schulen schaffen.

Vergleich Messenger Dienste pdf, 173,45 KB

Die Angebotsübersicht basiert auf einer Auswertung von Analysen unterschiedlicher Institutionen. Erweitert wurde sie mit rechtlichen und ökonomischen Kriterien, die zusätzliche Orientierung bei der Prüfung der Angebote schafft. Die Übersicht beschränkt sich auf Messenger-Dienste. Die Angaben in der Übersicht stammen aus Analysen und Empfehlungen unterschiedlicher Quellen, ergänzt mit Erhebungen von uns. Damit ist diese Übersicht weder vollständig noch abschliessend.