Individuelle Bildungsangebote, Unterstützungsmassnahmen, Steuerungswissen: Immer bilden Daten die Grundlage für gezielte und rasch wirksame Massnahmen auf allen Ebenen des föderalen Bildungssystems. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) setzen sich gemeinsam für klare Regeln für den Umgang mit Daten in der Bildung ein. Das erklärte Ziel: Eine schweizweite Datennutzungspolitik (mit Schwerpunkt: Volksschule und Sekundarstufe II) sorgt im Rahmen des existierenden Datenschutzes für einen sicheren und ethisch angemessenen Umgang mit Daten im Bildungswesen und ermöglicht ihre gezielte Nutzung.

Auf dem Weg zu einer schweizweiten Datennutzungspolitik im Bildungsraum

Die EDK hat dieses Anliegen in ihrer Digitalisierungsstrategie als erstes von 36 Teilzielen formuliert. Im Rahmen des Koordinationsausschusses Digitalisierung in der Bildung (KoA Digi) haben Bund und Kantone uns beauftragt, einen Grundlagenbericht zu verfassen. Dieser identifiziert Handlungsfelder und formuliert Entwicklungsansätze.

Darauf aufbauend konzipieren wir nun in einem Folgeauftrag eine konkrete Massnahme zur Entwicklung einer schweizweiten Datennutzungspolitik im Bildungswesen: Aufbau einer temporären, nationalen Fachstelle für Datennutzung im Rahmen der Leistungsperiode 2021–2024. Diese Arbeit ist Teil des Aktionsfeldes «Bildung, Forschung und Innovation» der Strategie Digitale Schweiz.

Die Fachstelle wird einen schweizweit kohärenten Rahmen für die gezielte und vertrauensvolle Nutzung von Daten im Bildungsraum schaffen. Folgende Dienstleistungen sind vorgesehen:

  • ein Programm zur Realisierung von Datennutzungsprojekten
  • eine Anlaufstelle für Datennutzungsfragen (Beratungsleistungen)
  • einen gezielten Erkenntnistransfer zuhanden der Entscheidungsträger


Zeitplan

Aktuell befinden wir uns am Ende der Konzeptionsphase. Um die Auftraggeber und weitere Anspruchsgruppen bei der finalen Gestaltung der Fachstelle miteinzubeziehen, organisieren wir zurzeit eine Stakeholder-Tour. Zudem ist ein zweistufiger Entscheidungsprozess vorgesehen: im März 2021 beschliessen die Auftraggeber über den Aufbau der Fachstelle, ein Jahr später, im März 2022, über die Aufnahme des regulären Betriebs.